Bei Fusion mit Fiat sollen Arbeitsplätze gesichert werden

Französische Regierung fordert Garantie für Erhalt von Stellen

Die Autokonzerne Renault und Fiat Chrysler wollen sich zu einem der größten Autokonzerne der Welt werden. Jetzt hat die französische Regierung bei der geplanten Fusion eine Garantie für Arbeitsplätze gefordert.

Bruno Le Maire, französischer Wirtschafts- und Finanzminister, nimmt Stellung: „Ich habe dem Renault-Chef sehr deutlich gesagt, dass es die erste der Garantien ist, die ich von ihm bei der Aufnahme dieser Verhandlungen will. Eine Garantie für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Industrieanlagen in Frankreich.“

Frankreich, mit 15 Prozent an Renault beteiligt, soll des Weiteren auch im neuen Vorstand vertreten sein. Eine weitere Forderung Le Maire’s ist zudem, dass der neue Konzern bei der Entwicklung von Batterien und Elektroautos die führende Position einnehmen solle. Der Anteil des französischen Staats würde sich bei einem Zusammenschluss auf insgesamt 7,5 Prozent halbieren.

Beide Konzerne gehen davon aus, dass die Kosten aufgrund des Zusammenschlusses jährlich um rund fünf Milliarden Euro gesenkt werden können. Dadurch könnte der Konzern so auch mehr Geld in die E-Mobilität investieren. Sowohl wegen der steigenden Kosten für die Entwicklung von umweltfreundlicheren Motoren und E-Autos als auch der schärferen Klimavorgaben, steigt der Druck auf die Unternehmen, Kooperationen und Fusionen einzugehen, schon seit längerer Zeit.

Renault kooperiert schon seit Langem mit den japanischen Autoherstellern Nissan und Mitsubishi. Die Konzerne verkauften 2019 insgesamt 10,76 Millionen Fahrzeuge. Durch die Fusion mit dem US-italienischen Fiat-Chrysler-Konzern würden die Hersteller auf mehr als 15 Millionen verkaufte Fahrzeuge pro Jahr kommen.