Stimmung im Arbeitsmarkt verschlechtert

Barometer des IAB

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im Monat Mai leicht verschlechtert. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist um 0,5 Punkte gesunken (verglichen mit April). Insgesamt liegt die Skala nun bei 102,5 Punkten. Das entspricht zwar noch dem positiven Bereich, doch der Wert ist wieder auf den niedrigsten Stand seit 2016 gerutscht.

Liegt die Skala bei 100 Punkten gilt die Entwicklung als neutral, bei 110 Punkten als sehr gut und bei 90 als sehr schlecht. Enzo Weber, Leiter des Bereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ des IAB-Instituts, sieht als Ursache die konjunkturellen Probleme in der Bundesrepublik.

Konjunkturschwäche am Arbeitsmarkt spürbar

Dies wirkt sich nicht nur auf das Arbeitsmarktbarometer, sondern auch auf die Arbeitslosigkeit und Beschäftigung aus. So ist die Beschäftigungsquote vergangenen Monat um 0,4 Punkte gesunken. Zum Vergleich: im März 2018 lag der Wert noch um knapp zwei Punkte höher – ein Höchststand.

Und auch die Arbeitslosenquote wirkt sich auf die Stimmung am Arbeitsmarkt aus: so liegt diese im Mai bei nur noch 98,8 Punkten (minus 0,8 Punkte). Damit ist die Marke erneut unter den neutralen Bereich von 100 Punkten gerutscht. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote so schlecht wie zuletzt 2013.

Im Frühjahr profitierte der Arbeitsmarkt noch von dem milden Wetter, nun aber müsse sich laut Weber die Wirtschaft erholen, um den negativen Trend zu beenden.