Bruttolöhne wachsen in Europa

Studie der Böckler-Stiftung

Arbeitnehmer in Europa konnten im vergangenen Jahr von höheren Bruttolöhnen profitieren. Nach der Studie des WSI-Tarifarchivs der Böckler-Stiftung lagen die Bruttolöhne 2018 um 2,6 Prozent höher, als im Jahr zuvor. Die Reallohnsteigerung betrug demnach ein Prozent. 2017 stiegen diese real um 0,9 Prozent.

Die Bundesrepublik liegt nach den Auswertungen des Instituts mit einem Zuwachs von über drei Prozent über dem europäischen Schnitt. In Frankreich sanken die Bruttolöhne hingegen um 1,3 Prozent. In Europa gibt es weiterhin ein großes Gefälle der Löhne. Während Arbeitnehmer in Luxemburg 70.000 Euro jährlich verdienen, sind es in Bulgarien nur 9.100 Euro.

In Deutschland liegen die Bruttolöhne im Durchschnitt bei 43.000 Euro. Damit liegen Arbeitnehmer hierzulande auf Platz 10 der 28 EU-Staaten. Die Studienautoren prognostizieren, dass die Löhne weiter steigen könnten. Grund dafür sei die rückläufige Arbeitslosigkeit und das Wachstum der Wirtschaft.