Langfristiger Stellenabbau bei Ford

Weitere Streichungen nach 2020

Ford befindet sich momentan in Deutschland im Konzernumbau. Aufgrund des Wandels in der Autobranche wurde von Deutschlandchef Hermann ein langfristiges Sparprogramm angeordnet. Auch nach Abschluss der laufenden Umstrukturierungen soll weiterhin Personal abgebaut werden.

Die jetzigen Einsparungen seien „die erste Ebene, um eine Minimum-Profitabilität sicherzustellen und schwarze Zahlen zu schreiben – und über die Jahre wird es sicherlich zu weiteren Veränderungen kommen“, so Ford-Deutschlandchef Gunnar Herrmann.

Ford benötigt für E-Autos weniger Mitarbeiter

Grund sei der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf alternative Antriebe, da für die Produktion von E-Autos weniger Menschen gebraucht werden. Ein Viertel des Personals, das aktuell in der Produktion tätig ist, könnte wegfallen. Das sei „ein realistisches Bild“.

Aktuell arbeiten rund 24.000 Mitarbeiter in Deutschland, davon rund 18.000 in Köln und 6.000 in Saarlouis. Bis 2020 sollen 5.400 Stellen abgebaut werden, dies beinhaltet auch Leiharbeiter. Die Stammbelegschaft soll Abfindungen, Vorruhestand und Altersteilzeit enthalten – betriebsbedingte Kündigungen sollen bis 2022 nicht stattfinden.

Auch nach 2020 sollen weiterhin Stellen abgebaut werden: „Wenn wir 2020 unsere Zielgröße erreicht haben, haben wir für Deutschland ein Potenzial von natürlichen Abgängen in der Größenordnung von tausend Mitarbeitern pro Jahr. Und wenn man das fortschreibt über fünf Jahre, dann ist das eine Größenordnung, über die wir nachdenken“, so Herrmann. Natürliche Abgänge ist der Wechsel von Mitarbeitern in andere Firmen oder in Rente.