Glassdoor greift Xing und kununu an

Neues Büro eröffnet

Das Jobbewertungs und -vermittlungsportal Glassdoor eröffnet ein neues Büro in Hamburg. Das US-amerikanische Unternehmen will somit mehr deutsche Arbeitnehmer für das Portal gewinnen.

Die Kalifornier sind in den USA bereits die zweitgrößte Jobbörse. Doch nicht nur Stellenanzeigen werden auf der Website veröffentlicht. Aktuelle und ehemalige Arbeitnehmer können Unternehmen anonym bewerten und sich über Gehälter informieren.

Glassdoor verfolgt Give-to-get-Prinzip

Ein Konzept, das weltweit über 67 Millionen Menschen monatlich nutzen. Insgesamt sind bei Glassdoor über 49 Millionen Arbeitgeberbewertungen für 900.000 Unternehmen abgegeben worden. Und auch in Deutschland gewinnt die Plattform zunehmend an Bedeutung: Monatlich nutzen hierzulande 2,4 Millionen Menschen die Website und die App.
Neben den Stellenanzeigen sind für Nutzer wohl vor allem die Berichte von Mitarbeitern und anderen Bewerbern interessant, ähnlich wie das zu Xing gehörende Portal kununu. Doch der Clou bei Glassdoor: Um Einträge anderer Nutzer vollständigen sehen zu können, müssen User selbst ihr Gehalt oder eine Arbeitgeberbewertung anonym abgegeben. Firmen müssen für einen Zugang sogar zahlen.

Fachkräftemangel macht Markt interessant

Dieser Unterschied zu den hier beliebten Portalen Xing und kununu will Glassdoor nun auch in Deutschland verstärkt ausbauen. Dafür hat sich das US-Unternehmen Verstärkung von der Konkurrenz geholt. Felix Altmann, ehemaliger Corporate Communications Manager bei Xing, wechselt zu der Arbeitsplattform aus den USA. Darüber hinaus ergänzen Key Account Manager und Sales-Mitarbeiter das Team. Betreut werden Kunden wie Continental, SAP, Bayer, Zalando, Siemens, Puma und die Deutsche Bank.

John Lamphiere, Vice President und Managing Director EMEA bei Glassdoor, sieht großes Potenzial in dem deutschen Markt: „Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der den Arbeitsmarkt in Deutschland die nächsten Jahre weiter prägen wird, ist es der optimale Zeitpunkt, um das Büro in Hamburg zu eröffnen und die richtigen Jobsuchenden mit den richtigen Unternehmen zu verknüpfen.“