Schlechter Bewerbungsprozess schreckt Bewerber ab

Studie von Statista und softgarden

Ein Bewerbungsprozess, der umständlich, langsam und undurchsichtig ist, hält Bewerber davon ab, sich zu bewerben. Und das obwohl die Stelle für den potenziellen neuen Mitarbeiter interessant ist.

Das ergab eine Studie des Statistik-Portals Statista und dem E-Recruiting Anbieter softgarden. Daraus geht hervor, dass 58 Prozent schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen haben, weil der dieser als schlecht empfunden wurde. Vor allem umständliche Verfahren schrecken die Bewerber ab (50 Prozent). Auch eine späte Reaktion der Unternehmen stößt bei Kandidaten auf Ablehnung (42,5 Prozent).

Laut der Befragung sehen die meisten einen Zeitraum für eine Rückmeldung von ein bis zwei Wochen als angemessen an. Doch fast ein Drittel der Studienteilnehmer gaben an, bei ihrer letzten Bewerbung über vier Wochen auf eine Antwort des Unternehmens gewartet zu haben.

Guter Bewerbungsprozess gegen Fachkräftemangel

Viele Firmen setzen heute bei ihrem Bewerbermanagement auf Online-Bewerbungen mit einem vorgefertigten Formular. Doch ist diese zu kompliziert und die Eingabe der Daten langwierig, schreckt auch das ab: 45 Prozent der Befragten setzen hier ein Limit bei zehn Minuten. Dauert das Ausfüllen länger, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Prozess abgebrochen wird. Gut ein Drittel hält ein Zeitfenster von 20 Minuten für akzeptabel.

Unternehmen können nach der Studie mit einem klar strukturierten Bewerbungsprozess also punkten. Für die Erhebung wurden über 6.500 Menschen befragt, die sich aktuell auf eine neue Stelle beworben haben.