Arbeitnehmer in Deutschland haben wenig „Netto“ im Portemonnaie

Industrieländer-Vergleich der OECD

Die Steuer- und Abgabenlast in Deutschland ist für Arbeitnehmer besonders hoch. Das ergab die neuste „Taxing Wages“ Studie der Industrieländer Organisation OECD, die im April für das Jahr 2018 veröffentlicht wurde.

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland dabei wenig arbeitnehmerfreundlich ab: Alleinstehende zahlen 49,5 Prozent ihres Einkommens in Form von Steuern an den Staat (inklusive Arbeitgeberanteil / bei einem durchschnittlichen Einkommen). Zum Vergleich: der Durchschnitt der 36 OECD Länder liegt bei 36,1 Prozent. Damit liegt nur Belgien vor der Bundesrepublik (52,7 Prozent).

Auch für Familien sind Abgaben hoch

Besonders wenig Abgaben zahlen Arbeitnehmer nach der Studie in Chile (7 Prozent) und in Neuseeland (18,4 Prozent). Auch wenn die Prozentzahlen für Alleinstehende gelten, so sind sie dennoch auch für andere Haushaltstypen aussagekräftig. Denn auch hier liegt Deutschland über all über dem OECD-Durchschnitt.

Immerhin: Familien mit Kindern könnten durch Steuervorteile und Kindergeld am Ende des Monats mehr Geld im Portemonnaie haben. Vor allem, wenn nur ein Partner arbeitet. In dieser Konstellation gehen 34,4 Prozent des brutto Lohns an den Staat. Zum Vergleich: der OECD-Durchschnitt liegt hier bei 26,6 Prozent.

Schlechter sind sogar Familien mit zwei erwerbstätigen Elternteilen gestellt. Nach der Studie sind bei diesem Haushaltstyp 42,6 Prozent (OECD: 30,8 Prozent) fällig, trotz Ehegattensplitting. Dadurch sollte die Steuerbelastung für Ehepaare minimiert werden, indem beide eine gemeinsame Steuererklärung abgeben.

5 Tipps für mehr Netto vom Brutto

Doch was tun, damit am Ende des Monats mehr Geld im Portemonnaie ist? Eine Gehaltserhöhung scheint für viele die Antwort auf diese Frage. Häufig scheitert das aber nicht am guten Willen der Geschäftsführer, sondern unter dem hohen Kostendruck. Vor allem der Mittelstand denkt dabei nur an sozialversicherungspflichtige Möglichkeiten. Aber bei einer Gehaltserhöhung kommt nur ein Bruchteil beim Arbeitnehmer an.

Dabei können Arbeitgeber sich einen Nachteil zum Vorteil machen, denn das deutsche Lohnsteuerrecht ist komplex, bietet aber hunderte Möglichkeiten, steuerfreie Benefits an Mitarbeiter weiterzugeben.

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