Ford baut 7000 Stellen ab

Hackett informiert Mitarbeiter per E-Mail

Der kriselnde Autobauer Ford will 7000 Stellen streichen. Betroffen sind Mitarbeiter des Konzerns weltweit, der Großteil wird aber in den USA abgebaut. Dort müssen 2300 Mitarbeiter ihren Posten räumen.

Aber auch in Kanada, China, Südamerika und in Europa sind tausende Stellen in Gefahr. Insgesamt ist jede zehnte Stelle weltweit betroffen. Diese sollen bereits bis Ende August abgebaut werden.

Ford kämpft mit Problemen

Der US-Hersteller steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und durchläuft gerade ein selbstauferlegtes Sanierungsprogramm. Laut dem Magazin Handelsblatt will Ford durch den Stellenabbau 540 Millionen Euro einsparen – jährlich.

Die Tagesschau berichtet weiter, dass Ford-Chef Jim Hackett seinen Mitarbeitern per E-Mail mitgeteilt hat, warum ihre Stellen nicht mehr benötigt werden: „Um im Wettbewerb um Zukunftstechnologien erfolgreich zu sein, müssen wir Bürokratie abbauen, Managern mehr Verantwortung geben, Entscheidungsprozesse beschleunigen und Kosten senken.“

Vorwürfe von Trump

Es ist nicht der erste Stellenabbau bei Ford. Erst vor kurzem wurden 1500 Stellen gestrichen. Anfang des Jahres 2019 hatte das Traditionsunternehmen angekündigt, in Europa tausende Stellen abzubauen. Ob auch ganze Werke geschlossen werden müssen, ist weiterhin unklar. Ausgeschlossen hatte das der Hersteller bislang nicht.

Auch der Mutterkonzern General Motors kriselt. Ende 2018 verkündeten die US-Amerikaner, 14.000 Stellen abzubauen und fünf Autowerke zu schließen. Das sorgte vor allem für Unmut bei US-Präsident Donald Trump. Er versprach bei seiner Präsidentschaftskandidatur, tausende Arbeitsplätze zu schaffen und der Automobilindustrie zu neuem Glanz zu verhelfen.