Henkell Freixenet auf Wachstumskurs

Umsatzplus von über 50 Prozent

Schaumweinhersteller Henkell Freixenet profitiert vom Boom für hochpreisigen Sekt und Prosecco Marken. Vor allem die Premiummarke des Unternehmens, „Fürst von Metternich“, konnte ein Umsatzplus von knapp 20 Prozent verbuchen. Damit wurden über neun Millionen Flaschen Sekt verkauft. Auch wenn der Sektabsatz in Deutschland insgesamt um vier Prozent gesunken sei, so ist die Nachfrage nach Premiummarken deutlich gewachsen. Das sagt Andreas Brokemper, Sprecher der Geschäftsführung von Henkell Freixenet.

Umsatzziel: eine Milliarde Euro

Insgesamt steigerte sich der Umsatz im vergangenen Jahr um 56,5 Prozent auf 823,7 Millionen Euro. Auch für sich genommen wuchs sowohl Henkell (9,3 Prozent) als auch Freixenet (4,6 Prozent). Das Ziel des Sekt-Herstellers ist es, die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro zu knacken.

Die zum Dr. Oetker Konzern gehörende Unternehmensgruppe führt Sekt, Cava, Prosecco, Champagner und Cremant im Angebot. Dabei dürfte Henkell Freixenet auch von der guten Weinernte im vergangenen Jahr profitiert haben. Brokemper rechnet daher nicht mit Preiserhöhungen.

Henkell übernahm Freixenet 2018

Erst im vergangenen Jahr hatte Henkell das spanische Traditionsunternehmen Freixenet übernommen. Seit Anfang des Jahres 2019 ist die Integration der Spanier abgeschlossen. Damit stieg die Gruppe zu einem der Marktführer auf. Der Marktanteil liegt laut Unternehmensangaben bei rund 8,6 Prozent. Insgesamt arbeiten fast 4.000 Mitarbeiter für den Schaumweinhersteller.

Durch die Übernahme gingen keine Arbeitsplätze verloren, da Henkell Vakanzen nur zurückhaltend beworben hatte. Die bisherigen Mitarbeiter von Freixenet Deutschland konnten so in die Zentrale nach Wiesbaden übernommen werden. Insgesamt arbeiten am Stammsitz 600 Mitarbeiter.